Galerie Max Hetzler

© Copyright Raymond Hains, Cin Cin Cinzano (La Biennale éclatée) , 1968 

© Copyright Raymond Hains, Cin Cin Cinzano (La Biennale éclatée) , 1968 

Wir freuen uns, Sie auf eine umfassende Ausstellung des französischen Künstlers Raymond Hains (1926-2005) im Oktober 2015 aufmerksam zumachen. Die Ausstellung findet parallel in den Berliner und Pariser Räumen der Galerie Max Hetzler statt.

In enger Zusammenarbeit mit dem Nachlass des Künstlers zeigt die Ausstellung wichtige Werke seines Schaffens und ermöglicht einen einzigartigen Einblick in Hains‘ beinahe sechs Jahrzehnte währende künstlerische Entwicklung. Die Zeitspanne der präsentierten Werke reicht von frühen Aufnahmen der Kriegszerstörungen sowie ersten abstrakten Fotografien aus den 40er Jahren, bis zu seinen Anfang der 2000er entstandenen Neonarbeiten, die auf den Borromäischen Knoten von Lacan basieren.
Raymond Hains gilt als einer der wichtigsten und vielfältigsten französischen Künstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nie eindeutig zuordenbar, oft mit Nouveau Réalisme in Verbindung gebracht und europäischen Nachkriegsavantgardebewegungen wie dem Lettrismus und der Situationistischen Internationale nahestehend, ist Raymond Hains (aka Raymond l’Abstrait) vor allem für seine Plakatabrisse und Palissades bekannt, die ab 1949 auf der Straße entstanden.Kontinuierlich kreierte er neue künstlerische Ausdrucksformen, wie die Matchboxes (Pop-Skulpturen, signiert von zwei fiktiven Künstlern, die Hains in den 1960ern schuf), die Hypnagogic glasses (eine aus geriffeltem Glas gefertigte Brille), die Sidewalk Sculptures (auf der Straße gefunden und fotografiert) oder die Macintoshages (computerbasierte Manipulationen). Neben unkonventionellen, kreativen Prozessen, stimuliert Hains‘ Oeuvre fortwährend den Blick des Betrachters, seine Erfahrungen, Erinnerungen und Vorstellungen. Experimentelle Arbeiten in den Bereichen Fotografie, Film, Malerei und Skulptur ziehen sich als einzigartige, visionäre und einflussreiche Anschauung der Welt durch seine gesamte Karriere. Hains schuf ein durch literarische, historische und mythologische Referenzen geprägtes Vokabular. Fasziniert von den zahlreichen poetischen und visuellen Möglichkeiten von Sprache, spielte der Künstler mit diversen linguistischen Mitteln und formte eine so genannte ‚Ästhetik des Zufalls‘. „Ich bin selbst eine Art von Netz. Ich arbeite auf einem Spinnennetz oder einem Stück bretonischer Spitze“ sagte Hains in einem Interview aus dem Jahr 2000.

Kontakt

Galerie Max Hetzler
Bleibtreustraße 45
Goethestraße 2/3
10623 Berlin-Charlottenburg

Tel.: 030 346497853 

E-Mail 

www.maxhetzler.com 

 

Öffnungszeiten

Dienstags – Samstags 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Galerie Max Hetzler zeigt sowohl Schlüsselwerke als auch weniger bekannte Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden. Miteinander in einem nichtchronologischen Dialog präsentiert, erlauben sie eine Erkundung des grenzenlosen Hains’schen Netzes.

Die drei Galerien heben jeweils eigenständige, aber miteinander verbundene Facetten des Künstlers hervor – “Raymond la science” in Berlin Bleibtreustrasse (in welcher der experimentelle Aspekt von Hains’ Werk im Mittelpunkt steht), – “Raymond l’abstrait’ in Berlin Goethestrasse (mit einem Fokus auf der visuellen Komposition seiner Werke und ihrer Assoziationslogik) und  “Raymond le disert (disert = wortgewandt)” in Paris (hier wird das Spektrum seines Umgangs mit Sprache gezeigt).

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Der Katalog ist voraussichtlich ab Dezember 2015 erhältlich

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Thomas Hains, dem Vertreter des Nachlasses.

 

Weitere Ausstellungen:

Berlin

21. November 2015 – 9. Januar 2016 John Hilliard
Eröffnung: 21. November, 18 – 20 Uhr Bleibtreustraße 45, Berlin-Charlottenburg

21. November 2015 – 9. Januar 2016 Rolf-Gunter Dienst
Eröffnung: 21. November, 18 – 20 Uhr Goethestraße 2/3, Berlin-Charlottenburg

Paris

28. November 2015 – 30. Januar 2016 Michel Majerus
Eröffnung: 28. November, 18 – 20 Uhr 57, rue du Temple 75004 Paris