The Botticelli Renaissance

 

von: 24.09.2015 bis: 24.01.2016 Gemäldegalerie

Sandro Botticelli
Tondo Raczynski, 147


Sandro Botticelli
Mystische Geburt, 1500
© The National Gallery, London

Tomoko Nagao
Botticelli
The Birth of Venus with Baci, Esselunga, Barilla, PSP and EasyJet, 2012

Andy Warhol
Details of Renaissance Paintings (Sandro Botticelli, Birth of Venus, 1482), 1984.
Collection of The Andy Warhol Museum, Pittsburgh. © 2015
The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Artists Rights Society (ARS), New York
Sandro Botticelli
Venus, 149


Sandro Botticelli
Der Hl. Sebastian, 1474
© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Jörg P. Anders

 

Eine Ausstellung der Gemäldegalerie – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Victoria and Albert Museum, London. Die Ausstellung wird gefördert durch die Sparkassen-Finanzgruppe, die LOTTO-Stiftung Berlin sowie den Kaiser Friedrich Museumsverein.

Der Florentiner Maler Sandro Botticelli (1445–1510) gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Renaissance. Seine Gemälde wurden vielfach reproduziert und interpretiert, seine Motive häufig aufgegriffen und verfremdet. Als selbstständige neue Werke gehen sie inzwischen eigene, von den Originalen getrennte Wege. Sie können so weit von den Bildern Botticellis wegführen, dass der Name des Malers heute beispielsweise für Mode und Lifestyle stehen kann, ohne dass überhaupt von seiner Malerei die Rede ist. Produkte werden nach ihm benannt, Inszenierungen der Populärkultur folgen seinen Mustern und einzelne seiner Figuren – allen voran die „Venus“ – sind Teil eines universalen Bildgedächtnisses geworden. Die heutige Berühmtheit Botticellis ist nicht selbstverständlich. Nach seinem Tod zunächst vergessen, wurde er erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt. Die englische Künstlerbewegung der Präraffaeliten und ihre Bewunderung für Botticelli war ein maßgeblicher Faktor für den Beginn dieser faszinierenden Renaissance, die immer mehr Kunstschaffende und ein stetig wachsendes Publikum in ihren Bann zog. Seither ist Botticellis Werk sehr unterschiedlich interpretiert worden. Aus heutiger Sicht wirft es eine Vielzahl von Fragen auf: Wie erlangte der Maler den Status universaler Berühmtheit? Wie wurde er zur Pop-Ikone? Warum gelten seine Werke als zeitlos und in einer Weise „europäisch“, dass sie sogar auf Euromünzen erscheinen? Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass Botticelli wie kaum ein zweiter Altmeister die Kunst der Moderne und der Gegenwart inspiriert.

Die Ausstellung verfolgt diese bewegte Geschichte der wechselnden Aneignungen und Neubewertungen bis in die Gegenwart. Erstmals wird das Schaffen Sandro Botticellis – mit mehr als 50 Werken – in einer Ausstellung in Bezug gesetzt zu seinen Aneignungen und Interpretationen. Insgesamt sind über 150 Exponate zu sehen, darunter zahlreiche Meisterwerke aus den bedeutendsten Sammlungen der Welt. Neben Gemälden präsentiert die Ausstellung Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien, Videos sowie Objekte aus Mode und Design.

Staatliche Museen zu Berlin
Gemäldegalerie
Matthäikirchplatz
10785 Berlin

Tel 030 - 266 42 42 42 (Mo - Fr, 9 - 16 Uhr)

Mo geschlossen
Di, Mi, Fr 10:00 - 18:00 Uhr
Do 10:00 - 20:00 Uhr
Sa, So 11:00 - 18:00 Uhr

Ausstellungskarte The Botticelli Renaissance + Gemäldegalerie
14,00 EUR, ermäßigt 7,00

www.smb.museum

Erscheinungsbild der Ausstellung

 

Die Kooperation zwischen der Gemäldegalerie und dem Victoria and Albert Museum gestaltet maßgeblich das Erscheinungsbild der Ausstellung. Berlin besitzt bereits seit den ersten Jahren der Wiederentdeckung Botticellis am Anfang des 19. Jahrhunderts eine imposante Anzahl an Werken des Meisters. In der 1830 eröffneten Gemäldegalerie der damals Königlichen, heute Staatlichen Museen zu Berlin befand sich der damals größte Bestand an Botticelli-Gemälden jenseits der alten Wirkungsstätte des Meisters – Florenz. Auf diese Weise bestimmte die Gemäldegalerie die „Botticelli-Renaissance“ der folgenden Jahrzehnte wesentlich mit – eine entscheidende Voraussetzung für Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, das Ausstellungsvorhaben in der Gemäldegalerie zu realisieren: „Mit der Ausstellung am Kulturforum kann ein neues Verständnis der Malerei Botticellis, die Künstlern vielfach als Inspirationsquelle diente, geweckt werden. Die herausragende Botticelli Sammlung der Staatlichen Museen zu Berlin bildet hier den Ausgangspunkt für einen beeindruckenden Brückenschlag in die Kunst der Gegenwart.“